Wie viel Persönliches darf und soll ich als Expertin in meinem Business eigentlich zeigen? - Diamond Coaching
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Wie viel Persönliches darf und soll ich als Expertin in meinem Business eigentlich zeigen?

Wie viel Persönliches darf und soll ich als Expertin in meinem Business eigentlich zeigen?

Vor weg gleich einmal – ich liebe Storytelling! 😉 Deswegen findest du ja auch auf meinem Blog ganz viele Storys! 😉

Im Storytelling geht es nicht um irgendetwas Erfundenes. Es geht um Geschichten aus deinem Leben. Es geht also um dich. Und genau diese Tatsache könnte dir manchmal einen etwas höheren Puls oder eine kleine Magendrehung bescheren! 😉

Wir nehmen einmal an, du schreibst einen Text, der den Leser wirklich in deine Gefühlswelt eintauchen lässt. Du stellst dich mit deinen Zeilen tatsächlich verletzlich dar oder beschreibst eine Herausforderung, in der du gerade steckst.

Während dem Schreiben fühlst du dich noch total wohl, warst im Flow und erlebst die Geschichte für dich selbst sogar als reinigend, als würdest du nochmal etwas Großes loslassen. Oder du entdeckst während des Schreibens auch andere Sichtweisen – auf eine gewissen Art und Weise also heilend.

Doch dann kommt der Moment, indem du auf „posten“ drücken müsstest, um sie auch wirklich nach draußen zu bringen.

Jetzt könnten da in dir Stimmen laut werden, wie …

„Ja, aber ich will doch meine Rolle als Expertin nicht verlieren. Ich muss doch dem Bild der Expertin entsprechen! Ist das noch professionell, so viel von mir preiszugeben? Was, wenn diese Story einen dunklen Schatten auf mich und mein bisheriges Auftreten wirft? Verstehen die anderen das auch richtig? Was, wenn die denken – „Oh mein Gott, was ist denn mit ihr?“ Oder wenn sie denken, die hat doch ihr Leben selbst gar nicht im Griff!“

 

Alles ganz normal!

Lass dir versichern: Wenn diese Stimmen in dir laut werden, dann ist das völlig „normal und verständlich“! Diese Momente und Fragen in uns kennen wir wahrscheinlich alle.

Ich sehe es als guten und gesunden Schutz und Filter, der mich selbst noch einmal innehalten lässt, um eine bewusste Entscheidung zu treffen, für die ich voll und ganz die Verantwortung übernehme – hinter der ich zu 100% stehe.

Dem gegenüber würde die impulsive, eher unüberlegte Handlung stehen. So nach dem Motto – raus mit der Geschichte und einfach „posten“ – völlig ohne bewusster Entscheidung.

 

Ich entscheide!

Ich selbst entscheide mich in diesen Momenten vor dem Feuern immer wieder auf´s Neue – für meine Vision der ECHTEN Begegnungen! Immer wieder sage ich JA dazu, mich nahbar, verletzlich, unvollkommen, mit meiner Gefühlswelt oder was auch immer zu zeigen! Ich liebe Gefühle. Und im Idealfall transportieren für mich Geschichten eben eine Menge Gefühle.

Ich will mit Geschichten aus meinem Leben, von meinem Weg andere berühren, sie inspirieren, sie manchmal auch wachrütteln. Das passiert dann, wenn ich mein Herz öffne und „pur“ schreibe! Da gibt´s nicht viel zu überlegen – der Verstand ist auf Pause! Es ist Flow!

In den Geschichten zeige ich mich als Christine – nicht in der Rolle als irgendjemand. Von daher bin ich auch nicht daran interessiert auf eine bestimmte Art und Weise zu wirken.

Für mich spielt es mittlerweile auch keine Rolle mehr, wie „die anderen“ meine Geschichten empfinden und aufnehmen, ob sie die Inhalte so verstehen, wie sie gemeint sind.

Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen, deren Frequenz zu meiner passt, sich angesprochen, berührt und verstanden fühlen. Das ist das Wichtigste für mich, und auf die konzentriere ich mich!

 

Warum Seelen-Striptease für mich nichts mit Storytelling zu tun hat!

In meinem Moment des Innehaltens vor dem Posten frage ich mich gerne: „Ist es angenehme Aufregung und Spannung? Fühlt es sich für mich stimmig an? Oder ist es Panik?“

Positive Aufregung und Spannung darf meiner Meinung nach sein! Panik oder pure Angst sehe ich persönlich nicht als hilfreich. Auch wenn da oftmals die Empfehlung besteht, „wenn´s nicht richtig weh tut, ist der Schritt nicht groß genug!“

 

Das sehe ich anders! Meiner Meinung nach sollte es nicht um blinden Seelen-Striptease gehen, der das eigene Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung – und die Sensationslust der anderen stillt.

Denn Bereicherung und Inspiration entspringt der Fülle und der Liebe – und nicht der Panik oder Angst.

Der taktvolle und achtsame Umgang mit mir selbst, steht also an oberster Stelle und hat deutlich Priorität – auch wenn die Story noch so viele „WOWS“ bekommen würde!

 

Meine Empfehlung für den Moment bevor du feuerst, mach dir klar: „Es geht um DICH! Für DICH muss es sich gut und stimmig anfühlen!“

 

 

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Christine Obermayr
info@diamond-coaching.at