Wenn das "Helfen und Coachen" zur Ablenkung von DIR selbst dient ... - Diamond Coaching
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Wenn das „Helfen und Coachen“ zur Ablenkung von DIR selbst dient …


Weißt du, warum es oft so lange dauert, bis sich ein Mensch überwindet aus seiner Ablenkung von sich selbst auszusteigen und Unterstützung in Form eines Coachings, einer Beratung oder Therapie zu holen?

Weißt du, warum dieser erste Schritt, Hilfe zu suchen, und sie tatsächlich auch anzunehmen der schwierigste ist?

Und weißt du, dass alle Menschen die gleichen Ängste und Bedenken vor diesem Schritt haben?

An dieser Stelle möchte ich sanft anmerken, dass auch wir Experten/innen zu den Menschen zählen! 😉

Ich habe mich immer wieder gefragt, warum Menschen, erst dann den Schritt in ein Coaching, eine Therapie oder eine Beratung tun, wenn Feuer am Dach ist und das Dachgeschoß auch wirklich schon lichterloh brennt.

Was ist naheliegender als beim Erklären vom menschlichen Verhalten, als innezuhalten und sich selbst zu erforschen. Also stellte ich mir rückblickend die Frage, wie es denn bei mir lange Zeit war. Und du ahnst es schon. Auch ich musste innerlich schmunzeln.

Ich kenne diese Schleifen, die einem selbst gefangen halten nur allzu gut. Bei mir war es neben dem Thema „Endlich in die Größe gehen und die eigenen Selbstzweifel überwinden!“ auch ein sehr intensives herausforderndes „Mutter-Thema“.

Lange Zeit gab es nur ein Motto:

 

„Ich will es alleine schaffen!“

Ich kenne das Innere Spiel und genau aus diesem Grund kann ich jeden verstehen und total nachvollziehen, welche Dynamiken sich abspielen, bevor im Außen Unterstützung in Anspruch genommen wird.

„Ich will es alleine schaffen! Da muss ich selbst durch! Das mache ich mir mit mir selbst aus!“ Diese Gedanken und Gefühle lasten wie Blei auf den eigenen Schultern. Sie sitzen wie tiefe Narben im Körper und halten uns schlussendlich lange in unserer Ohnmacht gefangen. Der oft monatelange Versuch „es“ doch alleine schaffen zu wollen, die permanente Abwendung vom persönlichen Thema, das zwar unter der Haut brennt, aber dessen Auseinandersetzung so viel Angst auslöst, sind die Ergebnisse.

Und dann kommt die innere Stimme hinzu, die flüstert: „So weit ist es schon mit dir! Du bist doch eine Person, die mit beiden Beinen im Leben steht … warum also, schaffst du das nicht? Das ist doch lächerlich, dass du das nicht alleine auf die Reihe bekommst!“

„… und wenn nicht?“

Kennen wir das nicht alle von uns? Gibt es nicht in jedem von uns ein Tabu-Thema, das wir zwar schon jahrelang mittragen, es dennoch versuchen unter den Teppich zu kehren? Einen persönlichen wunden Punkt, der nach Heilung schreit?

Und warum versuchen wir dieses Thema abzuschieben und uns mit Ablenkung und Ausreden zufriedenzugeben. Es ist bei uns ganz genauso, wie es auch bei unseren coachees ist.

In dem Moment, wo wir die Tragweite unseres Themas erfassen, kommen schmerzhafte Gefühle der eigenen Wertlosigkeit, der Enttäuschung und Ablehnung in uns hoch.

Kennst du das? Am liebsten würdest du davon laufen, einfach abhauen. Du willst dich auflösen, so groß ist deine Enttäuschung dir selbst gegenüber. Denn wenn du genau hin siehst, genau hin fühlst, weißt du, es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo du dringend eine Außensicht oder Unterstützung benötigst.

Irgendetwas in dir sagt dir ganz ungeschminkt und ehrlich: „So kann es nicht weitergehen!“ und diesem Gefühl stehen unzählige Ausreden und Geschichten gegenüber, in denen du dir vorgaukelst: „Jetzt nicht, dazu brauch ich Zeit und Energie! Das krieg ich doch alleine hin! Ich bin ja eh dran!“

Kennst du das?

Was dich davon abhält

Ich habe meine Leidenschaft darin gefunden, Menschen wie du und ich, dort abzuholen, wo sie gerade stehen, mit all den inneren Fragen, mit all ihren inneren Zweifeln, die sie ausbremsen und runterziehen. Die sie davon abhalten, sich einzugestehen, dass es keine Schande ist, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Meist sind ihnen diese Selbstsabotage-Gedanken nicht bewusst, die sie weiter auf die Folter spannen und die Lösung vertagen. Es fehlt ihnen einfach der Mut, Verantwortung für die momentane Schieflage zu übernehmen, und es sich wert zu sein, den ersten Schritt einzuleiten.

Und weil es meine Berufung ist, uns Experten/innen liebevoll und dennoch radikal den Spiegel vorzuhalten – um endlich auch uns selbst so anzunehmen, wie wir sind, mit all unseren wunden Punkten, ermutige ich dich: Nimm es achtsam wahr, wenn das Unterstützen, Begleiten und Coachen der anderen – als Ablenkung von deiner eigenen Person dient! Sei dir gewahr, wenn du dich deiner Angst nicht stellen willst und dich im „Helfen“ von dir selbst ablenkst!

Jede/r von uns trägt diese Angst in sich. Die Angst sich zu blamieren, blöd dazustehen, ausgelacht zu werden und setzt so lange es geht, alles daran, die Fassade des Funktionierens aufrechtzuerhalten und „es“ alleine zu schaffen.

 

„Bin ich noch normal?!“

Viele meiner Klienten/innen kommen eingeschüchtert, verunsichert und einfach geknickt mit der Frage zu mir „Bin ich noch normal?“ Diese Selbstentwertung ist eine Facette der Angst, die auftritt, wenn wir im Begriff sind unsere Komfortzone zu verlassen. Das bedeutet, bei jeder Art der Veränderung, bei jedem neuen Entschluss und jeder Entscheidung steigt unweigerlich das Gefühl der Unsicherheit auf, weil wir ja dabei sind, etwas Neues zu erleben.

Dieses „Ich will das alleine schaffen“ wird uns genau an dieser Stelle zum Verhängnis, weil es den Zeitpunkt des ersten Schrittes hinauszögert und unser eigenes Leiden in der Situation verlängert.

Also, wenn du dich nun so ein bisschen angesprochen fühlen solltest, frag dich, was hab ich eigentlich zu verlieren? Und du wirst dir ganz ehrlich antworten: „Nichts! Ich kann nur gewinnen!“

 

Also tu es! Jetzt!

Sag JA zu der Situation, in der du dich gerade befindest, lass diesen Anspruch an dich selbst los und sei offen für die Möglichkeiten der Unterstützung, die für dich bereit stehen. Du wirst DEINE RICHTIGE finden!

Und lass dir sagen, „JA, du bist völlig in Ordnung! Du darfst Hilfe in Anspruch nehmen! Nimm die Hand, die dich führt und leitet! Gib endlich diesen Widerstand auf und geh den ersten Schritt in deine Veränderung! Wann, wenn nicht JETZT?!“

Wenn irgendetwas in deinem Herzen sagt, da ist was Wahres dran, dann sichere dir jetzt, das kostenlose Strategie-Gespräch und fühle gleich danach Erleichterung, dass du den ersten Schritt getan hast!

 

 

 

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Christine Obermayr
info@diamond-coaching.at