Gedanken auf der Bremse - Die Stimme in dir, die dich immer wieder zurückhält ... - Diamond Coaching
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Gedanken auf der Bremse – Die Stimme in dir, die dich immer wieder zurückhält …


Gratulation! Herzlichen Glückwunsch!

Du hast wieder einmal eine Ausbildung abgeschlossen, einen Wochenendworkshop absolviert, eine Zusatzqualifikation in der Tasche. Es ist nun der 11te Bilderrahmen, den du für einen deiner Zertifikate und Zeugnisse verwendest.

Oder bist du vielleicht so eine, die diese Abschlüsse schön geordnet in Klarsichtfolien chronologisch in ihrer Dokumentenmappe aufbewahrt? Wenn du wolltest, könntest du damit schon eine Wand tapezieren, du könntest diese Abschlüsse aber auch anderen verpachten, denn selbst wenn du drei oder vier weitergibst, hast du selbst immer noch genügend. 🙂

Wenn dir das, so ein bisschen bekannt vorkommt, dann lies weiter.

Also, es ist Sonntag Abend – du fährst von diesem tollen Wochenende nach Hause, bereichert, voller Energie und Tatendrang und weißt: JETZT hab ich´s! Der Knopf ist gelöst. Während der Fahrt hast du schon ganz konkrete Bilder im Kopf.

Du siehst dich in einem wunderbaren Praxisraum, beigen Beraterstühlen, helles Licht, freundliche Farben umgeben dich, alles sehr dezent und vertrauensvoll. Einfach perfekt. Da sitzt du, die Person, die du beratest, begleitest, sitzt dir gegenüber und nimmt dich voll und ganz als Expertin wahr. Wunderbar, fast schon kitschig, eure beiden strahlenden Gesichter!

Du kommst zu Hause an, legst dich mit diesen inspirierenden Bildern ins Bett und weißt, alles ist gut! 🙂

 

Montagmorgen:

„Jetzt geht´s aber wirklich los! Jetzt starte ich durch! Als erstes richte ich noch meinen Praxisraum ein. Er soll ja schließlich professionell gestaltet sein, die Bilder müssen passen, die Möbel sollen nicht zu steril aber auch nicht zu „wohnzimmerhaft“ sein, ein paar Pflanzen müssen rein, hm – was braucht es noch an Accessoires – nicht zu aufdringlich, aber doch eine Marke.“

 

Dienstag:

Noch schnell die richtigen Gläser besorgen, das soll ja auch nach was aussehen. Du weißt alles wirkt! So auch die Gläser, in denen du das Wasser anbietest.

Und so geht es dann weiter, die Stunden vergehen, die weiteren Tage verbringst du in Möbelhäusern, in Katalogen, mit Online-Recherchen für das, was du alles brauchst, um zu starten.

 

Und was ganz heimlich noch passiert…

Indem du den Fokus darauf legst, was du alles noch glaubst zu brauchen, um loszustarten, und endlich zu beginnen, streut sich deine Aufmerksamkeit wieder und wieder. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das bedeutet, deine ganze Energie, dein Schwung, den du dir in der Ausbildung, an diesem Wochenende aufgebaut hast, geht langsam aber sicher wieder verloren.

Du beschäftigst dich mit Nebensächlichkeiten, sogenannten Warmbad-Aktionen, nur damit du NICHT ins Tun, in die Umsetzung kommen musst. Das ist ein ganz abgekartetes Spiel deines Unterbewusstseins und wenn du dieses Muster erstmal erkennst, es verstehst und dich damit ehrlich und klar auseinander setzt, wirst du staunen, was da alles im Hintergrund läuft.

 

Das abgekartete Spiel…

An dieser Stelle hole ich ein bisschen aus, weil es von großer Bedeutung ist. Unser Unterbewusstsein hat in Zeiten der Veränderung immer die Aufgabe uns zu beschützen. Das bedeutet, dass es dir Argumente vorbringt, warum du da bleiben sollst, wo du bist. Da kennst du dich aus, da herrscht Sicherheit, alles ist bequem, mit keinem Aufwand verbunden… Einfach Komfortzone!

Und dann sagt da jemand, im Idealfall nämlich DU ;), „Ich lege jetzt los! Ich starte durch! Und zwar JETZT!“ Na bumm, du kannst dir vorstellen, dass sich neben der Vorfreude, gleichzeitig auf unbewusster Ebene alles in dir zusammenzieht, deine Zellen zu rebellieren beginnen.

Deine inneren Zweifler, Kritiker, Saboteure tun gute Arbeit, sie nehmen dich ernst und starten sofort mit ihren Aussagen: „Ja, aber – so einfach geht das doch nicht! Erst musst du noch deinen Praxisraum optimieren! Brauchst noch professionelle Einrichtung!

Und überhaupt: Wo kriegst du denn die Leute her! Schreib doch zuerst ein Konzept! Da musst du dich schon gut darauf vorbereiten! Übe doch erstmal mit Freundinnen oder in der Familie! Aber zuerst noch zum Friseur! ;)“

Kennst du das? Kaum ist der Gedanke da, jetzt loszulegen, tummeln sich unzählige Gedanken, die noch ein „bisschen“ Zeit herausschinden wollen.

Es ist als würdest du alle anderen Türen öffnen, sogar durch sie hindurchgehen, nur nicht durch die EINE, die für das TUN steht – und zwar JETZT!

Fang an, dass du dir da selbst zuhörst!

Beobachte dich dabei, wie plötzlich alles andere wichtig erscheint, wie du noch 17 Kleinigkeiten erledigst, bis du schlussendlich so abgelenkt bist, dass du gar nicht mehr weiß, welche jetzt eigentlich die Tür ist, durch die du gehen wolltest! Es ist das reinste Kabarett, das da abgeht!

Dein Unterbewusstsein zieht alle, aber wirklich alle Register, damit du da bleibst, wo du bist! Und das mit recht – denn es ist ja schließlich dessen Aufgabe, dich vor Schmerz, Leid, Angst, unangenehmen Erfahrungen und was noch allem zu beschützen.

 

Und so kannst du deine inneren Stimmen zähmen …

Als ich das endlich erkannt habe – welches Spiel ich da die ganzen Jahre mitgespielt habe, hat es Klick gemacht. Und ich habe von einem Moment auf den anderen entschieden: „Da steige ich aus! Für dieses Spiel stehe ich nicht mehr zur Verfügung!“

Sobald sich diese Zweifel in mir zeigten, habe ich meine Inneren Dialoge künftig dann so gestaltet:

„Ja – ich höre euch, nehme euch wahr – liebe Zweifel, liebe Ängste, liebe Sorgen. Alle meine Anteile, ihr seid ein Teil von mir, ihr dürft da sein und habt lange Zeit einen guten Dienst für mich erbracht.

Nehmt einfach da an der Seite Platz.

Jetzt entscheide ICH und zwar mit vollem Bewusstsein! Ich lege los! Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Tun und zwar JETZT!

 

Mein nächster Schritt, der mich meinem Ziel näher bringt ist, … und das tue ich JETZT!“

So liefen die ersten inneren Dialoge ab, und nach ein paar Gesprächsrunden, war die Sache vom Tisch. Dann genügte nur mehr die Kurzform – wahrnehmen, wohlwollend und achtsam annehmen, auf den Platz verweisen – bewusst Führung übernehmen – auf das Ziel ganz bewusst ausrichten – TUN.

Boah, und ich kann dir gar nicht sagen, wie befreiend das jedes Mal ist, auf diese Art und Weise mit den inneren zweifelnden Anteilen umzugehen. Das Ergebnis ist eine ganz klar formulierte Absicht, Fokus und vor allem volle Energie.

Ich habe erst im Nachhinein erkannt, wieviel Energie für das im Zaum halten dieser inneren Anteile aufging. Es fehlte die klare Ausrichtung und deshalb war vieles rund um einen Neubeginn oder eine Veränderung total mühsam und vor allem schaumgebremst.

 

Wenn du also deinen Warmbad-Aktionen auf die Schliche kommen willst – und wirklich ENDLICH loslegen willst, dann hole dir JETZT dein kostenloses Strategie-Gespräch, damit du sofort klaren Tisch machst und mit voller Energie in die Umsetzung kommst.

 

 

 

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Christine Obermayr
info@diamond-coaching.at